Theorie und Praxis Weiterbildung

Förderung von Berufsausbildungsabsolvent*innen für ein Hochschulstudium

Redaktion NOH

Veröffentlicht am 17.07.19



Hinweis

Der folgende Text ist ein zusammenfassender Überblick über die am 20. Juni 2019 veröffentlichten Richtlinien für die Förderung beruflich Begabter während eines Hochschulstudiums durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).
Dezidierte Informationen erhalten Sie auf der Website des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Das Netzwerk Offene Hochschulen informiert über diese Bekanntmachung aufgrund seines Ziels der verstärkten Förderung des Lebenslangen Lernens im deutschen Hochschulkontext im Rahmen des Bund-Länder-Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“.

Förderung beruflich Begabter während eines Hochschulstudiums

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert aus den Mitteln für die Begabtenförderung berufliche Bildung Absolvent*innen einer Berufsausbildung während des Hochschulstudiums. 

Das Ziel dieser Förderung ist es, beruflich Begabten ein Studium zu ermöglichen, um einem drohenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken sowie insbesondere die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Ausbildung zu erhöhen. Insgesamt sollen zusätzliche Potentiale für die Gesellschaft erschlossen werden.

Förderungsvoraussetzungen

Um ein Stipendium erhalten zu können, müssen die folgenden Voraussetzungen erfüllt werden:

Eine Förderung während des Hochschulstudiums erhalten können beruflich Qualifizierte, die in Ausbildung und Beruf ihre besonderen Begabungen bewiesen haben.

Dazu muss die antragsstellende Person an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule in Deutschland, oder einer gleichwertigen Hochschule in der EU oder der Schweiz immatrikuliert sein.

Der belegte Studiengang der antragstellenden Person führt dabei zu einem der folgenden Abschlüsse: Bachelor, Diplom, Magister, Staatsexamen.

Ein konsekutives Masterstudium kann unter der Bedingung von herausragenden Studienleistungen weiterhin gefördert werden, sofern die Zulassung zu diesem auf der Anerkennung beruflicher Qualifikationen beruht.

Die antragstellende Person hat in allen Fällen zum Zeitpunkt des Bewerbungsverfahrens für dieses Stipendium das zweite Studiensemester noch nicht abgeschlossen.

Antragsstellende müssen einen Ausbildungsabschluss und eine anschließende zweijährige Berufstätigkeit nachweisen können.

Ihre besondere Leistungsfähigkeit durch Erfolge in Ausbildung und Beruf können Antragsstellende durch die folgenden Möglichkeiten nachweisen: das Bestehen der Berufsabschlussprüfung oder einer Fortbildungsprüfung mit mindestens 87 Punkten oder einer Note von 1,9 oder besser, eine besonders erfolgreiche Teilnahme an einem überregionalen beruflichen Leistungswettbewerb oder ein begründeter Vorschlag eines Betriebes.

Personen, die bereits eine andere Studienförderung aus öffentlichen Mitteln (z. B. BAföG) erhalten, oder über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet worden ist, können nicht durch dieses Stipendium gefördert werden.

Förderungsumfang und -dauer

In einem Vollzeitstudium erhält der*die Geförderte eine monatliche Pauschale in Höhe von 735 Euro und ein Büchergeld in Höhe von 80 Euro.

Geförderte die mit mindestens einem eigenen Kind, das das 10. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, in einem Haushalt leben, haben die Möglichkeit,  eine zusätzliche Kinderbetreuungspauschale von 130 Euro für jedes Kind zu erhalten, sofern ein anderer Elternteil keinen Betreuungszuschlag erhält.

Für Studienaufenthalte in anderen Staaten kann für Geförderte im Vollzeitstudium eine monatliche Auslandspauschale von 200 Euro gewährt werden.

Geförderte die berufs­begleitend studieren, erhalten Leistungen innerhalb eines Kalenderjahres in Höhe von 2.400 Euro.

Die Dauer der Förderung beschränkt sich in der Regel auf die in der entsprechenden Studienordnung festgelegte Regelstudienzeit für einen berufsqualifizierenden Hochschul-abschluss.
Aufgrund von familiären oder gesundheitlichen Gründen, die im Einzelnen darzulegen sind und der Zustimmung des Begabtenförderungswerks vorbehalten sind, kann die Förderung um maximal ein Jahr verlängert werden.

Antragsmodalitäten

Mit dem Antrag sind die folgenden Unterlagen einzureichen:

  • Eine verbindliche Erklärung, dass der*die Antragssteller*in keine weitere öffentliche Studienförderung erhält.
  • Eine Einverständniserklärung, dass zur Vermeidung von Doppelförderungen Nachfragen bei den anderen Begabtenförderungswerken, bei den Ämtern für Ausbildungsförderung und anderen Förderungseinrichtungen möglich sind.
  • Gegebenenfalls ein Nachweis, der den Anspruch auf die Kinderbetreuungspauschale belegt.

Bei positiver Entscheidung über den Antrag und die Förderung gewährt das Begabtenförderungswerk die Leistungen aufgrund einer privatrechtlichen Vereinbarung. Diese Vereinbarung regelt unter anderem den Zweck der Zuwendung, sowie die Art, Höhe und Dauer der Leistungen.

 

Verantwortlich für den Inhalt des Beitrags:

Redaktion NOH

Weiterführende Informationen:

Link zur Website: https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-1201.html
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